E-Scooter Akku – Welcher ist der Richtige?

Einteilung der Akkus

Der Motor eines E-Scooters bezieht seine Energie aus dem aufladbaren Akku. Das heißt, der Akku versorgt deinen E-Scooter mit dem nötigen Saft. Der E-Scooter Akku ist daher das bestimmende Element für die Leistung und Reichweite. Welche Akkus kommen nun in Frage? Nun ja, die meisten Modelle am Markt sind mit sogenannten Lithium-Ionen Akkus ausgestattet. Eine Weiterentwickling der LI-Akkus sind die Lithium-Polymer Akkus. Letztlich gibt es auch noch Blei-Gel Akkus, die aber nur noch selten zum Einsatz kommen. Einen Überblick über die einzelnen E-Scooter Akkus gibt es hier:

Lithium-Ionen Akku

Der Lithium-Ionen kommt in den meisten E-Scootern am Markt zum Einsatz. Der Lithium-Ionen Akku ist wesentlich moderner und leistungsfähiger als die früher oft verwendeten Blei-Gel Akkus. Er kommt in fast jedem Handy und in jedem Laptop zur Anwendung. Seine Energiedichte ist aktuell etwa drei bis vier mal so hoch wie bei herkömmlichen Blei-Gel Akkus. Das heißt, dass ein Lithium-Ionen Akku für dieselbe Energie eine wesentlich geringere Masse benötigt. Das macht den LI-Aku auch so leicht.

Geringe Selbstentladung

LI-Akkus weisen eine sehr geringe Selbstentladung während der Lagerung auf. Das hat zur Folge, dass auch dann, wenn der E-Scooter und somit auch der Akku über eine längere Zeit nicht benutzt werden, der Akku trotzdem eine hohe Restspannung behält. Selbst nach einigen Tagen und Wochen der Nichtbenützung ist der E-Scooter Akku daher sofort wieder einsatzbereit.

Lange Haltbarkeit

Der Lithium-Ionen Akku zeichnet sich durch seine lange Haltbarkeit aus. Er hält in der Regel zwischen 500 bis über 1.000 Ladezyklen, und sohin bis über 5 Jahre. Danach weist er immer noch zirka 50% bis 80% seiner Nominalkapazität auf.

Kein Memory-Effekt

Der LI-Akku hat den Vorteil, dass er nicht unter dem sogenannten Memory Effekt leidet. Was bedeutet Memory-Effekt? Bei alten Geräten war es so, dass man den Akku immer möglichst entladen und dann wieder vollständig aufladen musste. Tat man das nicht, und wurde der Akku häufiger nicht voll aufgeladen und/oder nur zum Teil entladen, setzte der Memory-Effekt ein: das heißt, dass der Akku merkte sich die geringere genutzte Kapazität (zB nur 75%) und und stellte beim nächsten Laden auch nicht mehr zur Verfügung. Dieser Memory-Effekt ist beim Lithium-Ionen Akku nicht mehr gegeben.

Vermeiden von extremen Ladungen und Temperaturen 

Um die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten, sollen bei Lithium-Ionen Akkus Überladungen und Tiefentladungen verhindert und extreme Temperaturen vermieden werden. Mehr dazu hier.

Lithium-Polymer Akku

Beim Lithium-Polymer Akku handelt es sich um eine Unterform bzw um eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen Akkus. Er ist dem LI-Akku sehr ähnlich und besticht ebenfalls mit seiner sehr hohen Leistung und Lebensdauer sowie seinem geringen Gewicht. Aufgrund seiner inneren Zusammensetzung ist er jedoch formbarer und kann daher besser an die jeweiligen Geräte, in denen er zur Anwendung kommt, angepasst werden. Unterm Strich ist er eine Nuance leistungsfähiger als der Lithium-Ionen Akku. Zur richtigen Lagerung, Ladung und Wartung des Lithium-Polymer Akkus gibts alle Infos hier.

Blei-Gel (SLA) Akku

Bleiakkumulatoren wurden bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und entwickelt. In ihnen steckt daher jahrzehntelange Forschungsarbeit. Dementsprechend ausgereift und sicher ist auch ihre Technik. Sie sind sehr robust und zeichnen sich durch ihre gute Kälteresistenz aus. Das war es dann aber auch schon mit ihren Vorteilen.

Im Vergleich zu Lithium-Ionen Akkus sind sie vergleichsweise schwer, haben eine geringere Energiedichte und benötigen länger für eine Ladung. Großes Plus: Den Memory-Effekt kennt der SLA-Akku auch nicht.